Sommer 2006

DarstellerInnen:

Sprotte: Theresa Selbach / Nele Usslepp

Frieda: Svenja Leiwe / Janne Severin

Melanie: Sarah Allewelt / Sarah Welpinghaus

Trude: Tonia Marahrens / Carolin Poppenburg

Wilma: Jessica Bürgel / Vanessa Frels

Fred: Vincent Arndt / Fabian Broermann

Willi: Nico Beier

Steve: Sören Leiwe / Mathias Olschewski

Paolo: Daniel Brockmeyer / Mateo Dieckmann

Sprottes Mutter: Gundi Poppenburg / Gisela Rosemann-Leiwe

Willis Vater: Uwe Heptner / Jürgen Severin

Frau Rose: Silvia Miloradovic / Marita Usslepp

Oma Slättberg: Karin Michels / Inge Sudeck

Bauarbeiter: Michael Broermann / Christian Leiwe

Inszenierung: Jan Betge

Bühnenbild: Stephan Leiwe

Musik: Udo Becker

Regieassistenz: Gisela Leiwe, Ute Wohlfahrt

Kostüme: Susanne Severin

Maske: Carolin Beier, Jana Birke, Eva Groppel, Yvonne Meier, Vanessa Menke, Monika Schneider-Rau, Michelle Van de Walle

Souffleuse: Raphaela Frels, Gisela Leiwe, Carla Marahrens, Ute Wohlfahrt

Lichttechnik: Jörg Schürmann

Tontechnik: Felix Michels, Sebastian Olschewski, Jürgen Osieka

Requisite: Gisela Leiwe, Svenja Leiwe, Lena Wohlfahrt, Ute Wohlfahrt

Bühnenbau: Christian Leiwe, Werner Pastewski

Umbau: Stefan Allewelt, Dieter Frels, Simone Huge, Dieter Rensmann, Björn Schäffer, Ernst Welpinghaus

[Aufführungen vom 04.06. – 03.09.2006 auf der Waldbühne Melle]

Für alle, die sie noch nicht kennen: Sprotte, Frieda, Melanie, Trude und Wilma, fünf 11- bzw. 12-jährige Mädchen, sind dicke und unzertrennliche Freundinnen: die „Wilden Hühner“, eine echte Mädchenbande. Manmal treffen sie sich nur zum Teetrinken, aber sie haben auch schon richtige Abenteuer zusammen erlebt.

Sie gehen in die fünfte Klasse, finden Robbie Williams, italienisches Essen, Klavierunterricht und soziales Engagement cool und sind sich einig in ihrem Haß auf die „Pygmäen“, die gleichaltrige Jungenbande aus ihrer Klasse, bestehend aus dem Anführer Fred, dem stets hungrigen Torte, dem Karten legenden Steve und dem, aggressiven Willi.

Eines Morgens sind die „Wilden Hühner“ in heller Aufregung: Sprotte hat „Fuchsalarm“ gegeben! In der Geheimsprache der Mädchenbande heißt das größte Gefahr, sogar Lebensgefahr! Und tatsächlich geht es um Leben und Tod: Sprottes Oma will ihre Hennen schlachten! Aber das können die Mädchen nicht zulassen…

Die Autorin Cornelia Funke, geboren 1958, studierte Pädagogik und arbeitete anschließend drei Jahre auf einem Bauspielplatz in Hamburg. Gleichzeitig studierte sie an der Kunstfachhochschule Buchillustration. Heute lebt Cornelia Funke mit ihrer Familie in Los Angeles und arbeitet als freischaffende Illustratorin und Autorin. Neben der Kultserie „Die Wilden Hühner“ schrieb sie unter anderem „Herr der Diebe“, „Tintenherz“ und „Tintenblut“. Viele ihrer Bücher werden zur Zeit für die Leinwand adaptiert. Die Waldbühne Melle wagt sich als erste Freilichtbühne an eine Dramatisierung und Aufführung des Romans „Die Wilden Hühner – Fuchsalarm“.

Zur Inszenierung: Der gleichnamige Roman von Cornelia Funke, im Cecilie Dressler Verlag 1998 erschienen, ist nur einer aus einer mehrteiligen Reihe für Mädchen und Jungen. In „Fuchsalarm“ durchlebt das Mädchen „Sprotte“ als Hauptfigur beispielhaft die täglichen Themen junger Menschen, wie Freundschaft und Liebe. Aber auch Probleme, wie sie in Schule oder Elternhaus auftreten können, werden nicht ausgeklammert.

Vom Roman auf die Bühne: Ob ein Roman sich überhaupt zu einer Bühnenbearbeitung eignet, liegt vor allem auch am Anteil von Dialogen. Cornelia Funke hat in ihrem Roman viele, sehr treffende Dialoge geschrieben. Für das Bühnenstück heißt es, den Stoff zu verdichten und sich auf einige wenige wichtige Handlungsstränge und Spielorte zu konzentrieren, um damit Momentaufnahmen zu schaffen, die theatralisch sind und dem Geist des Romans entsprechen.

Von Verfilmung von Vogelgrippe: Als sich die Waldbühne Melle vor ca. einem Jahr entschied, ein modernes Kinderstück mit aktuellen Inhalten auf die Bühne zu bringen, war bereits die Kino-Verfilmung des Buches in Vorbereitung. Der Film nutzte die Möglichkeit verschiedener Spielorte, bot eine Mischung aus zahlreichen Büchern der Serie und hat vor allem einen Vorteil: der Umgang mit den lebenden Hühnern wurde gezeigt. Eine Freilichtbühne sollte, was das betrifft, eigentlich der ideale Ort dafür sein, nur wurde diese Chance von den notwendigen strengen Auflagen, bedingt durch die Vogelgrippe, durchkreuzt, so dass Sie Oma Slättbergs Hühner nur in Ihrer Phantasie erleben. (Jan Betge)

Die Wilden Hühner – Fuchsalarm